Hallo – Einkaufen – Tätigkeiten – neue Kleider

Hallo alle zusammen,

nun hatte ich heute endlich mal wieder Zeit meinen Blog zu aktualisieren. Ich habe beschlossen mehr Bilder rein zustellen und am Text zu sparen. Das kommt euch vermutlich auch entgegen :). Im Folgenden findet ihr einige Berichte des letzten Monats. Wenn ihr nicht alles auf einmal lesen wollt, könnt ihr euch ja schrittweise durch mit Hilfe der Menüleiste rechts vorarbeiten. Ich wünsche euch viel Freude dabei und grüße euch alle ganz herzlich aus Kamerun. Nun werde ich mich wieder der Schule widmen und schauen, wie ich den Schülern Deutsch beibringen kann. Das ist gar nicht so einfach, da ich auf keine Buch im Klassensatz zurückgreifen kann und somit alles an die Tafel schreiben oder diktieren muss. Aber diktier mal den Schülern etwas in ner Fremdsprache, wenns sie diese noch nicht so beherrschen…! Wie ihr seht habe ich in der Schule gerade etwas zu kämpfen. Aber ich nehme die Herausforderung an und habe schon so manche Idee. Auf jeden Fall lerne ich gerade vieles was ich sicherlich auch gut fürs Referendariat in Deutschland gebrauchen kann.

Nun aber zum ersten Teil des neuen Blogeintrags…

Seit Anfang letzter Woche habe ich endlich zwei weitere geschneiderte afrikanische Kleider in meinem Kleiderregal hängen und bin stolze Besitzerin von 5 Paar „neuen“ schicken Schuhen (darunter 1 Paar Fußballschuhe :)), welche ich für zusammen 18€ gekauft habe. Ich habe sogar schon selbst auf dem Markt gehandelt und mich ganz gut dabei angestellt. Zudem fühle ich mich in der Stadt, vor allem wenn ich einkaufen gehe, viel wohler, da ich einige Leute kenne und so langsam weiß, wie viel was kosten darf. Trotzdem habe ich am Freitag beim Einkauf zweier Handtaschen die Verkäuferin ganz gut unterstützt, da ich statt 3€ für 2 Taschen 4,50 € bezahlt habe… :). Es war aber höchste Zeit, dass ich mir 2 Taschen kaufte, da ich immer mit einer Stofftasche in die Schule ging. Und das kommt als Lehrerin doch nicht ganz so gut an…

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Auf dem Foto seht ihr eines meiner neuen Kleider und die neuen schwarzen Schuhe. Ich war auf dem Heimweg von der Schule als ich an Ma Hannas Haus vorbeikam und Ma Patience gerade Feuerholz nach Hause tragen wollte. So nahm ich den Eimer auf den Kopf und trug zum ersten Mal etwas auf dem Kopf nach Haus.

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Lehreraustausch in C.P.C. Bali am Wochenende 16./17. November 2013

Am Samstagmorgen gings um 5 Uhr nach Bali um die Lehrer in C.P.C. Bali (Cameroon Presbyterian College Bali) zu besuchen. Bali ist die älteste Schule der PCC. Durch diese Schule gingen viele der kamerunischen Staatsmitarbeiter und Kirchenoberhäupter, z. B. auch der Vorsitzende der PCC Moderator Rt. Rev. Dr. Festus Asana. Dementsprechend viele Gelder fließen eben auch in diese Schule. So ist z.B. das Lehrerzimmer mit gepolsterten Stühlen und einem Sitzplatz mit Schreibtischfläche für jeden Lehrer ausgestattet. Die Kirche ist ein Kirchengebäude, nicht „nur“ eine Kapelle. Die Schüler haben eine Band, die gut einheizt und der Bezirk Heidenheim hat die Soundanlage gestiftet, sodass man jeden gut verstehen kann. Es war eine wahre Freude dort am Sonntagmorgen Gottesdienst zu feiern.

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Aber nun zurück zum Samstag.

Stadtbesichtigung: Im Krankenhaus durften wir sogar in die Neugeborenen Station. Das wäre in Deutschland glaube ich nicht möglich…

Dann gings zum Handicraft-Center (Holzschnitzerei, Schreinerei…)

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Anfertigung eines Stuhles

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Das ist das Endprodukt.

 

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Mit meinem Mathe-Kollegen und Boardingmaster (zuständig für die Lebensmittel) Gene Emmanuel Bayah in unseren Trainingsanzügen. Das ist die typische Kleidung für Lehreraustausche.

 

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Mit meiner Geographie- Kollegin und Freundin Madam Ndidie Silvia vor den „Ruhe-/ Gesprächs-Oasen“ des Handicraft-Centers

Auf dem Weg zum Campus fuhren wir an einem alten Palast vorbei und erhielten die Info, dass ihr der frühere Fon (König) mit 72 Frauen gelebt hat. Irgendwie total abgefahren!

Als wir CPC Bali erreichten wurden wir von einigen Baumaschinen begrüßt, die Erde auf der Straße verteilten, da die Straße geteert werden soll. Wie überall wo etwas gebaut wird, sah man auch hier einige Asiaten, die die Bauleitung innehaben.

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Nach dem Rundgang…

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Lehrerzimmer

 

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Trocknen der Wäsche

 

…gabs Frühstück…

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…und dann begannen die Inndoor-Spiele. Wobei wir draußen Schach, Karten, „Mensch ärgere dich nicht“ und Tischtennis spielten.

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Da viele Lehrer aus Bali in Bamenda waren um irgendwelche Prüfungsaufgaben zu erstellen, mussten wir länger als geplant warten bevor das Volleyball- und Fußballspiel beginnen konnte. Das Fußballspiel war ziemlich hart, sodass ich beschloss diesmal lieber nicht mitzuspielen.

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Das Volleyball-Match

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Beide Mannschaften (PHS Wum in rot und CPC Bali in blau-gelb)

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Beim Singen der Nationalhymne

 

 

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Alle Schüler waren da um zu zu schauen. Im Hintergrund könnt ihr die LKWs und Baumaschinen sehen.

Abends trafen wir uns dann wieder in der Versammlungshalle und speisten zusammen. Diesmal durfte ich sogar am Hightable mit Rektoren, Disziplinmaster usw. sitzen. Ernst Elsenhans und Cäcilia saßen auch mit an diesem Tisch.

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Rektor Mr. Njita, Disziplinmaster Mr. Acha aus Wum, meine Wenigkeit :), Cäcilia, Computerlehrer Ernst Elsenhans am Hightable

So kam es, dass ich, als die Tanzfläche eröffnet wurde, mit dem Konrektor von CPC Bali tanzen durfte.

Wir tanzten bis halb 2 und genossen den Abend sehr.

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Hier tanze ich mit Chief Onko Moses (Chiefs darf man nur per Verbeugung und ohne die Hand zu geben begrüßen)

Netterweise fuhr uns ein CPC Kollege mit dem Motorrad über den Campus zu Ernst Haus, sodass wir mit unseren schicken Schuhen nicht durch die Erdhaufen gehen mussten.

56. Geburtstag der PCC am 10. November 2013

Vor 56. Jahren übergab die Basler Mission (Mission 21) die Kirchenleitung an die Presbyterianische Gemeinde in Kamerun und ermöglichte somit den Beginn der Presbyterianischen Kirche in Kamerun (PCC). Die PCC erstreckt sich über die Gebiete der Nordwest- und Südwestregion sowie der beiden Großstädte Jaunde und Douala.

Vor dem Gottesdienst zogen die Schüler der PHS Klassen weise zur Kirche.

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Vor der Kirche bekam jeder Gottesdienstbesucher ein Schildchen, wie bei einer Versammlung. Im Gottesdienst wurden der neue Generator, 2 neue Kerzen und das noch zu kaufende neue Keyboard präsentiert.

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Reverend Anjoambums Rede beinhaltete die Geschichte der Entstehung der PCC.

 

Danach gab es die große Verkaufsaktion „Kaufe ein Stück Kuchen zur Unterstützung der PCC“. Ein Stück Kuchen (Keks-Größe) wurde ab 1000 CFA (ca. 1,80€) verkauft, aber man bekam es auch für mehr Geld. 🙂

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Auf dem Tisch ist der Kuchen noch verdeckt

 

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Nun wird der Kuchen verteilt, dabei wird vorgelesen wie viel die einzelnen Personen spenden.

Die Schüler der Nursery (Kindergarten) eröffneten den Chorwettbewerb, indem sie ihren Namen, die Klassenstufe und ihren Bibelvers auswendig aufsagten. Es war zum Schreien und die ganze Gemeinde hatte ihre Freude an ihnen.

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Da ich seit 2 Wochen im NBC (Chor der Naikom-Gemeinde) mitsinge und auch im CWF bin, durfte ich gleich zweimal beim Wettbewerb antreten.

Das erste Mal mit dem NBC- Choir in der Kategorie „Chöre“…

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Hier tanzen wir singend auf die Bühne

 

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 Das ist die NBC- Uniform. Wir als Chor haben unseren angestammten Platz im Gottesdienst und tragen in den Gottesdiensten immer diese Uniform.

… und als dann mit dem CWF- Frauen in der Kategorie „Gruppen“.

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Wir sangen alles auswendig!

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Beim singenden „Abtanzen“

In der Kategorie Chöre gewannen wir den ersten Preis. Ich war echt überrascht, da die Proben teilweise alles andere als super waren. Aber wenns ernst wird, gibt eben jeder alles! J Seit ich nun beim NBC mitsinge werde ich immer vertrauter mit der Solfege-Notation und lernen die zu schätzen, denn man kann ganz einfach ohne Notenpapier jede Melodie notieren.

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Hier seht ihr Ma Patience, mich und Ma Theha Esther nach der Kirche. Ma Patience hat das Gewand der bereits aufgenommenen CWF-Frauen an, ich trage das Gewand der CWF-Anwärterinnen und Ma Thega Esther trägt das Gewand der 50. Jahrfeier der PCC.

 

Um 15 Uhr nach dem Gottesdienst ging jede Gruppe zum Essen an einen anderen Ort. Da ich in zwei Gruppen MItglied bin, durfte bzw. musste ich mal wieder zweimal essen :). Im NBC Choir sangen und tanzten wir nach dem Essen noch gemeinsam. Das war echt schön!

 Obwohl die PCC, und nicht ich, Geburtstag hatte, schenkte mir die Gemeinde ein lebenswichtiges Geschenk: zweimal 6 Flaschen Tangui-Wasser. Ein schöneres Geschenk kann man mir hier eigentlich gar nicht machen, denn ohne das Wasser würde ich hier verdürsten. Allerdings will ich in einem Monat mal versuchen das Leitungswasser hier zu testen. Dann sollte sich mein System wohl angepasst haben. Als Dankeschön machte wir noch ein Gruppenfoto mit den Ältesten der Gemeinde.

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Vorbereitungen für den Geburtstag der PCC

Am Samstag, 09.11.13 bereiteten wir alles für den großen Geburtstag der Presbyterianischen Kirche in Kamerun vor. Dazu mussten wir den Boden vom Gras und Unkraut befreien und die Umgebung sauber machen.

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Hier seht ihr Ma Anjoambum und Ma Bless

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Ich half nur eine kurze Weile, da ich dann zum Fußballspiel ging.

Die Straße wurde mit Palmwedeln geschmückt…Bild

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Dann gings auf den Fußballplatz. Die Frauen der Naikom-Gemeinde spielten gegen die Männer der Naikom-Gemeinde. Reverend Anjoambum war der Schiedsrichter und piff immer so, dass wir Frauen einen Vorteil hatten. Es war ein echt witziges Spiel und wir hatten viel zu lachen. 🙂 Dank eines 11-Meters gewannen wir Frauen mit 1:0!

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ganz rechts im Bild (stehend) seht ihr Ma Thega Esther, Ma Anjoambum kniet schräg vor ihr

Das Fußballspiel war schon um 8 Uhr morgens, sodass wir den restlichen Tag mit Kochen, Proben für den Chorwettbewerb am nächsten Tag und sonstigen Vorbereitungen nutzen konnten.

Ich ging an diesem Nachmittag mit meiner Schneiderin und Kollegenfrau Mary Gene in die Stadt um den Stoff für mein CWF-Loine (Gewand) zu kaufen. So war ich bestens für den Geburtstag vorbereitet.

Lehrerbesuch aus Azire (Bamenda) & Besuchssonntag in PHS Wum

Am 2. November kamen über 20 LehrerInnen aus Bamenda nach Wum. Wir begrüßten unseren Besuch am Ortseingang  von Wum…

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…und fuhren im Konvoi zum Lake Wum.

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Hier seht ihr mich mit den beiden Rektorinnen Ma Patience (PHS Wum) und Ma Princi (Abkürzung für Principal = Rektorin) von Azire

Vom See aus gings dann wieder zurück zur Schule um den restlichen Tag dort zu verbringen.

Begrüßt wurden die Gäste mit einer Darbietung unseres Chores, bevor es dann zum gemeinsamen Frühstück ins Women-Center ging. Danach entstand dieses Gruppenfoto…

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Nach dem Foto bereiteten wir uns auf die Ballspiele vor. Wir starteten mit Handball, gingen nach einer kurzen Pause zum Volleyball über und beendeten die Wettkämpfe mit Fußball. Zum Ende des 1,5 Stunden langen Fußballmatches durften die Frau eines Kollegen und ich auch noch aufs Feld und mitspielen. Aber es war gar nicht so einfach mit den Männern mitzuhalten. 🙂

Nachdem die Gäste auf die einzelnen Kollegen verteilt wurden, gingen alle nach Hause um sich frisch zu machen. So trafen wir uns wieder gegen geplant 19 Uhr im Women-Center. Allerdings ging es mit dem Programm erst um 20.30 Uhr los, da zu diesem Zeitpunkt endlich alle da waren. So ist das eben in Afrika: „african time“ eben. 🙂

An diesem Abend wusch ich zum ersten Mal allen Gästen die Hände und machte meine Sache gar nicht schlecht…

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Nach dem Essen gab es viele Reden, dann wurden die Geschenke überreicht. Ich wurde von meinen Kollegen auserkoren unser Geschenk (das Gruppenfoto in Großformat mit dem Spruch „A smile costs nothing but gives much.“) zu überrreichen und noch ein paar salbungsvolle Worte dazu zu sagen.

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Wir bekamen von den Lehrern aus Bamenda einen Spiegel für das Lehrerzimmer und einen Uhr geschenkt. Das sind beides echt sehr sinnvolle Geschenke, da wir beides noch nicht haben.

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Zum Ende des offiziellen Teils wurde dann die Tanzfläche eröffnet und so kam ich zu meinen ersten kamerunischen Tanzstunden. Naphtalie, einer der vielen jungen Lehrer aus Bamenda, nahm sich meiner an. Er zeigte mir die Tanzschritte und wir unterhielten uns den ganzen Abend… 🙂

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Gegen 2 Uhr war ich dann endlich im Bett. Es wurde leider nur eine kurze Nacht, da am Sonntag der Besuchssonntag in PHS Wum war und wir viele Eltern unserer Schüler erwarteten.

Ma Hope kam an diesem Sonntag auch zur Schule um ihre Tochter Ivy zu besuchen. Nach dem Besuch nahm sie mich mit zu sich nach Hause und zu 2 Meetings. So kam es, dass ich an diesem Sonntagnachmittag 3 mal Essen zu mir nahm. Denn man kann nicht irgendwo hinkommen ohne Etwas zu essen bevor man wieder geht. So voll war ich noch nie!!! Ich zehrte noch am Montag davon und aß an diesem Tag nur einmal was :).

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CWF meets Reverend

CWF meets Reverend

Ende Oktober besuchte wir Frauen vom CWF (Christian Women Fellowship) Reverend Anjoambum. Da Ma Patience´s Haus gleich neben dem Pfarrhaus ist, war ich die erste und konnte Reverend Anjoambum vorwarnen bzw. in davon abhalten zum Fußballplatz zu gehen. Er wusste nämlich nichts von unserem Besuch 🙂

Als Geschenk brachte jede Frau 2 Waschseifen mit. Das ist hier so üblich, wenn der CWF den Pfarrer besuchen geht.

Das blaue Gewand („Kabba“ genannt) mit dem gelben Kopfschal ist eines der beiden Gewänder des CWF. Das andere Gewand könnt ihr im Beitrag „56. Geburtstag der PCC“ sehen.

Da ich Ende Oktober noch keine weiße Bluse, keinen weißen Kopfschal und kein Loine (Schreibweise muss ich mal noch erfragen :)) hat, hatte ich wieder mal mein afrikanisches Gewand an. Madam Edith (3. von rechts) hat die für Anwärter des CWF typische Kleidung (siehe oben) an.

Wochenend-Aktivitäten am 27.10.2013

Wochenend-Aktivitäten am 27.10.2013

Einsetzung des Pfarrers und Kollegen Pastor Chea Chrysantus in Zonghokwo (eine der PCC Gemeinden in Wum)
Nach dem Gottesdienst waren wir alle im Haus des Pastors eingeladen bzw. meine Kollegen sorgten dafür, dass es etwas zu essen gab. Im Laufe des Nachmittags entstand dieses Foto mit meinen drei Kolleginnen Silvia, Florence und Edith. Ich habe mein afrikaisches Gewand an, dass ich mir gleich in der ersten Woche hier in Wum von der Frau eines Kollegen schneidern lassen habe.